Was andere über meine Kunst sagen:



Auszug aus einem Text von Marlies Blauth zur Ausstellung “Gartenlieder – Wolfsgesänge in Meerbusch Osterath, 2012
Malerei pur! Leichtigkeit, Loslassen, Durchatmen will uns die Künstlerin Anna Schüler zuspielen […..] ein energievolles Gebilde sei der Garten, sich immer wieder verändernd, täglich mit anderen Farben, mit neu oder anders gewachsenen Formen. So scheinen denn auch Anna Schülers Linien zu wachsen: vital, mitunter ungestüm gekritzelt, gebändigt nur durch das Bildformat, flankiert von sanften Farbkissen, die sich landkartenartig über die Bildflläche ziehen.

Auszüge aus der Laudatio von Mathias Beck, Galerie Comebeck, 2009 Homburg/Saar
Für mich ist Anna Schüler diejenige […] die das Malerische als Meditationsflläche und -spiegel, den großen ruhigen Atem, Traum und Ahnung erkundet. In ihren Bildern zeigt sie, dass große Gefïüle immer auch mit Behutsamkeit unterlegt sein wollen, sonst bleiben sie unreif. Dabei arbeitet sie in diesen Bildern mit Rhythmus und schafft aus Farb- bzw.Hell-Dunkel-Flächen eines geträumten Garten tänzerische bis verspielte bis luftige und ahnungsvolle Bild-Elemente. Während wir vielleicht entzückt sind, wie ihre Bilder vielleicht atmen und fühlen wollen, so sollen diese Bilder doch auch denken oder denken lassen,wenn auch grundsätzlich heiter und gelassen gestimmt. Dadurch, dass Anna Schüler ihre Gartenlieder diesen leichten Schritt ins gravitätische Fach hat machen lassen, entsteht meines Erachtens erst dieses leichte Ein- und Ausatmen der Bilder.

Auszug aus einem Text von Dr. Claus-Peter Böhner-Fery
Kunspektrum 2008
Hier wird Kunst als dynamischer Prozess begriffen und umgesetzt, in dem in der Kommunikation und Auseinandersetzung mit der Leinwand eine neue Ordnung entsteht. Dabei verschmelzen Farbklänge mal zu verwirrenden, mal zu beruhigenden Kompositionen, in denen Dissonanzen ausdrücklich beabsichtigt sind. Linien und Symbole verbinden und trennen die geschaffenen Flächen, ordnen neu, geben scheinbar Sicherheit und lenken den Blick auf seinem Weg durch das Werk. Während in den Bildern Anna Schülers aus der Schaffensperiode 2006 bis Anfang 2007 etliche Spuren und Narben von Spachteln aufweisen, wird in den aktuellen Werken der Künstlerin kaum noch zerstört, sondern vielmehr nur verdeckt. Vieles bleibt somit im Grunde genommen erhalten, schimmert durch und kann erahnt werden. Farbüberlagerungen verdecken zum Teil Linien und zarte Ritzungen bis ein mystisches und harmonisches Ganzes entstanden ist, das dem Betrachter seinen eigenen unabhängigen Zugang zum Bild ermöglicht.